31.05.17

Auch Tischlereien profitieren vom Bonus für Umweltinvestitionen

In der energieintensiven Branche des Tischlerhandwerks können in jeder Werkstatt zwischen 10 und 50 Prozent Energie eingespart werden. Einsparpotenziale liegen dabei vor allem beim Stromverbrauch für Maschinen, bei der Beheizung der Produktionshallen oder einer Optimierung der Druckluftanlage. Einfache und rasch zu realisierende Maßnahmen, wie zum Beispiel Umwälzpumpen, Beleuchtung oder neue Druckluftleitungen bringen eine spürbare Reduktion der Betriebskosten. Eine neue Landesförderung für Umweltinvestitionen und Energiechecks des umwelt service salzburg für Klein(st)betriebe unterstützen Betriebe mit bis zu 20 Mitarbeitern dabei, den hohen Energieverbrauch zu senken, die Kosten dafür zu reduzieren und Förderungen für Umweltmaßnahmen zu erhalten. 

Bis zu 50 Prozent Energie sparen  

Tischlereien sind besonders energieintensive Betriebe, die überdurchschnittlich viel Energie für Strom, Wärme und Mobilität verbrauchen: „Gerade in dieser energieintensiven Branche sind Einsparungen zwischen 10 bis 50 Prozent möglich. Wenn eine Tischlerei über 3.500 Kilowattstunden pro Mitarbeiter und Jahr verbraucht, die Energiekosten am Umsatz anteilsmäßig mehr als 1,5 Prozent ausmachen oder die Wärmeenergie für die Betriebsfläche über 100 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr liegt, dann arbeitet diese Tischlerei nicht energieeffizient“, erklärt Thomas Brandhuber, technischer Mitarbeiter des umwelt service salzburg, die branchenüblichen Kennzahlen, um den Energieverbrauch von Tischlereien einzuschätzen. Den meisten Anteil am Stromverbrauch haben mit bis zu 40 Prozent die Absauganlagen, Druckluft ist ein ebenso großer Energiefresser, aber auch das Heizen der Produktionshallen und der Treibstoff für Transportkilometer verbrauchen viel Energie und Ressourcen.

Neue Landesförderung für Kleinstbetriebe

Möchte eine Tischlerei ihren Energieverbrauch reduzieren und Betriebskosten sparen, ist der Energiecheck des umwelt service salzburg ein guter Anfang. Seit Mitte März gibt es außerdem gerade für Klein(st)betriebe, wie es auch die Tischlereien sind, eine besondere Förderaktion des Landes Salzburg: Salzburger Unternehmen mit bis zu 20 Beschäftigten können Umweltinvestitionen in der Höhe von mindestens 2.000,- und maximal 10.000,- Euro zur Förderung einreichen, zum Beispiel effiziente Umwälzpumpen, Frequenzumrichter, LED-Beleuchtung oder neue Druckluftleitungen. 50 Prozent der förderbaren Investitionskosten, maximal 5.000 Euro, werden übernommen. Mehr dazu erfahren Sie unter Landesförderung für Klein(st)betriebe.

Energiecheck als Anstoß für Umweltmaßnahmen

Voraussetzung für diese Landesförderung ist der unabhängig durchgeführte Energiecheck für Klein(st)betriebe des umwelt service salzburg. Dabei wird die Hälfte dieser achtstündigen Beratung, das sind rund 400,- Euro, bezahlt. „Diese Energieberatung für Klein(st)betriebe bringt ein klares Bild der Ist-Situation und definiert sinnvolle Verbesserungsmaßnahmen. Es ist der Anstoß für die Umsetzung von kleinen Maßnahmen, die in Summe viel bringen. Gerade bei Wärme, Kälte, Lüftung, Druckluft und Beleuchtung lassen sich minimale Maßnahmen mit großer Wirkung schnell und unkompliziert realisieren. Das bringt rasch konkrete Vorteile: weniger Betriebskosten für den Betrieb und weniger CO2 für die Atmosphäre“, beschreibt Sabine Wolfsgruber, Geschäftsführerin von umwelt service salzburg, die Vorteile des neuen Energiecheck.

Umweltzeichen Tischlereien: starkes Signal für Kunden 

Neben solchen energieeffizienten Maßnahmen gibt es eine weitere Möglichkeit, Tischlereibetriebe wettbewerbsfähig für die Zukunft zu machen: Das Tischlerhandwerk zeichnet sich durch Personen oder Familien aus, die mit ihrem Namen für die hohe Qualität der Arbeiten stehen. Besonders wirkungsvoll lässt sich diese Qualität nach außen mit dem Umweltzeichen für Tischlereien kommunizieren. Diese Zertifizierung garantiert umweltfreundliches Produktdesign, umweltschonende Herstellung sowie nachhaltigen Umgang mit der Ressource Holz. Tischlereien setzen damit ein starkes Signal und jeder Kunde erkennt auf den ersten Blick: Dieser Betrieb garantiert qualitativ hochwertige Produkte sowie ressourcenschonende Serviceleistungen und ist durch und durch umweltfreundlich. Die Inhaber beweisen eine verantwortungsvolle und zukunftsweisende Betriebsführung und sichern sich nicht zuletzt durch den Imagegewinn einen entscheidenden Vorteil gegenüber den Mitbewerbern.

Ausgezeichnete Salzburger Tischlereien sind Vorreiter

Das Österreichische Umweltzeichen wird seit mittlerweile 26 Jahren verliehen, das Umweltzeichen für Tischlereien seit drei Jahren. Das Gütesiegel steht für hohe Lebens- und Umweltqualität, transparente Information und optimalen Service. Viele holzverarbeitende Betriebe haben diese Vorteile bereits erkannt, verbinden Nachhaltigkeit mit wirtschaftlichem Erfolg, einige ließen sich bereits zertifizieren. Vor allem bei den Umweltzeichen für Tischlereien spielt Salzburg neben Niederösterreich eine Vorreiterrolle: sieben ausgezeichnete Tischlerbetriebe im Land Salzburg verarbeiten regionale oder zertifiziert nachhaltige Hölzer, garantieren eine überprüfte Ausführung und stehen so für naturverbundenes Handwerk. Als erster im Bundeland Salzburg erhielt Tischlermeister Schwab aus Schleedorf das Umweltzeichen für Tischlereien und meint: „Wir haben mit Unterstützung von umwelt service salzburg bereits zahlreiche Maßnahmen in den Bereichen Umwelt, Energie und Mobilität umgesetzt. Unsere Zertifizierungen mit dem Umweltzeichen, für die strenge Richtlinien erfüllt werden müssen, sind Garant für unsere ressourcenschonenden Produkte und höchste Qualität."

Tischlerküchen mit Herz und Seele

Gemeinsam mit den vier anderen Tischlermeistern, Hans Amtmann aus Werfen, Georg Wallinger aus St. Koloman, Josef Scheinast aus Salzburg und Michael Ebner aus Fuschl arbeitet Fritz Schwab seit über drei Jahren zusammen – die Tischler bündeln in ihrer überregionalen Marke „Salzburger Tischlerküche“ Kompetenz und Know-how. Regionales Handwerk steht dabei im Mittelpunkt: Vor Ort gefertigte Massivholzküchen werden auf Basis von verbindlichen Qualitätsstandards geplant und gebaut. Die Salzburger Tischlerküche garantiert Natur und Wertigkeit, indem bei Materialauswahl und Bearbeitung achtsam und kompetent mit dem Naturwerkstoff Holz umgegangen wird. Durch handwerkliche Arbeit, Kreativität und qualitätsvolle Verarbeitung entstehen so regionale Unikate: „Wir fertigen unsere Küchen nicht nach Katalog oder fixen Mustern. Wir tischlern jede einzelne individuell in unseren eigenen Werkstätten, mit unseren Mitarbeitern“, verdeutlicht der Sprecher der Salzburger Tischlerküche, Michael Ebner, das Konzept

Umweltzeichen: Profilierung für Tischler

Alle fünf Tischlereien sind besonders engagiert im Umweltschutz: Sie haben ihre Betriebe durch Beratungen des umwelt service salzburg umfassend analysieren lassen, in umweltschonende Maßnahmen investiert und alle Kriterien des Umweltzeichens für Tischlereien erfüllt: Von der Verwendung regionaler oder zertifizierter, nachhaltiger Hölzer über umweltverträgliche Leime und Mittel zur Oberflächenbehandlung bis hin zur Vermeidung halogenierter organischer Verbindungen im Produkt oder in der Herstellung. Darüber hinaus setzten manche auch Maßnahmen rund um umweltschonende Mobilität. Für dieses ganzheitliche Engagement erhielten alle fünf Betriebe jeweils das Umweltzeichen für Tischlereien. Ausschlaggebend für die Umsetzung der vielen Umweltmaßnahmen waren nicht nur die geringeren Betriebskosten, sondern vor allem der Wunsch nach klimafreundlichem Produzieren und Wirtschaften: „Wir als regionale Handwerkermeister leben Nachhaltigkeit in der Praxis. Darunter verstehen wir nicht nur Auswahl und Verwendung von ressourcenschonenden Materialen, sondern auch die Einbeziehung unserer Mitarbeiter sowie die Langlebigkeit und Qualität unserer Produkte“, erklärt Ebner

Gruppenfoto Tischlerküche, Bildunterschrift:
Fünf Salzburger Tischlereien produzieren nicht nur energieeffizient, sondern durch und durch umweltfreundlich - wofür sie zertifiziert wurden: Sie haben sich vom umwelt service salzburg auf ihrem Weg zum Umweltzeichen für Tischlereien begleiten lassen und garantieren mit diesem Gütesiegel umweltfreundliche und hochwertige Planung, Fertigung, Montage und Serviceleistungen (v.l.n.r.: Georg Wallinger, Josef Scheinast, Michael Ebner, Hans Amtmann und Fritz Schwab).