29.11.17

Elektromobilität gilt als großer Hoffnungsträger im Verkehrsbereich elektrisch, automatisiert, vernetzt.

Mit E-Bike und E-Auto setzt man zunehmend auf effiziente Antriebe. Doch wie steht es tatsächlich um die E-Mobilität? Ist sie so effizient wie behauptet? "Kennt man das Einsatzprofil seines Fahrzeuges genau, dann ergibt sich daraus ein Kosteneinsparungspotential durch einen neu gestalteten Fahrzeugmix im Fuhrpark", ist Raimund Wagner, Mobilitäts- und Digitalisierungsexperte von Carsulting und Berater von umwelt service salzburg, überzeugt.

Quelle: SN, Höhere Effizienz im Fuhrpark

Die selbständigen Beratungsexperten des Vereins umwelt service salzburg unterstützen Unternehmer, ideale und kostensparende Maßnahmen für den Betrieb zu finden und diese umzusetzen. Die "Fuhrpark-Analyse für Betriebe" wird mit maximal 40 Beratungsstunden bis zu 50 Prozent gefördert - das entspricht einer Höhe von 1.600 Euro. Neben der Beratungsförderung durch umwelt service salzburg wird auch die Anschaffung finanziell unterstützt. Der Kauf von elektrischen Neuwagen, Leasing-Fahrzeugen oder Vorführern wird derzeit mit 1.500 Euro Bundeszuschuss und 1.500 Euro vom Fahrzeughandel gefördert. Details dazu auf der Website der KPC (Kommunal Public Consulting), Förderaktion "Elektro-PKW für Betriebe".

"Das Vorurteil ist die hochnäsige Empfangsdame im Vorzimmer der Vernunft"
Karl Heinrich Waggerl

Kaum ein Verkehrsbereich hat mit so vielen Vorurteilen zu kämpfen wie E-Fahrzeuge. Der VCÖ (Verkehrsclub Österreich) hat gemeinsam mit dem Klima- und Energiefonds im "Faktencheck E-Mobilität" Vorurteile zu diesem Thema zusammengefasst. Vier der gängigsten lesen Sie schon hier:

Vorurteil 1: Elektroautos sind teuer

E-Autos sind besonders wegen der Batteriekosten in der Anschaffung teurer als Autos mit Verbrennungsmotor. Allerdings amortisiert sich der Kauf innerhalb weniger Jahre aufgrund deutlich geringerer Betriebskosten (abhängig von Kilometerleistung). Neben verringerten Energiekosten fallen auch die Ausgaben für Verschleiß und Wartung niedriger aus. Außerdem haben sich in den vergangenen fünf Jahren die Kosten für einen Akku gedrittelt!

Vorurteil 2: E-Fahrzeuge haben kurze Reichweiten

Die Reichweite der meisten E-Autos liegt unter der mit Diesel oder Benzin angetriebenen. Allerdings entwickeln sich die Akkus stetig weiter. 94 Prozent aller Autofahrten der Österreicher liegen ohnehin unter 50 Kilometer. Nahezu alle E-Autos sind in der Lage, diese Strecke öfters ohne Nachladen zu bewältigen.

Vorurteil 3: Der Akku ist umweltbelastend

Der Akku ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit von E-Fahrzeugen. Die Weiterverwendung nach ihrer Nutzung ist sinnvoll und hohe Recyclingraten sind technisch möglich. Akkus können nach der mobilen Anwendung beispielsweise als stationärer Strom-Zwischenspeicher in Gebäuden verwendet werden.

Vorurteil 4: Lange Akkuladenzeiten

Die Ladedauer hängt stark von der Leistung des jeweiligen Ladepunkts ab. Von wenigen Minuten bis zu zwölf Stunden ist daher alles möglich. In Österreich gibt es derzeit über 3.000 öffentliche Ladestationen. Zahlreiche Apps bieten dazu Live-Informationen zu freien Ladepunkten.

Doch nicht nur für Unternehmen ist die alternative Mobilität der Zukunft ein wichtiges, unumgängliches Thema. Viele Gemeinden im Bundesland Salzburg werden ebenfalls aktiv. Sie bieten Bewohnern und Gästen immer mehr zur Förderung der örtlichen Elektro-Mobilität wie öffentlich zugängliche Lade-Infrastruktur, Car-Sharing usw.
In Zell am See zum Beispiel dürfen Elektro-Autos seit Juni in der Kurzparkzone gratis parken. Das seit Anfang Sommer geltende Angebot der Stadt werde gut angenommen, erklärt Bürgermeister Peter Padourek. 16 Anträge auf eine Gebührenbefreiung in den Kurzparkzonen hat es bereits gegeben. E-Auto-Besitzer mit grünem Kennzeichen brauchen gar keinen Antrag stellen, um sich die Parkgebühr zu sparen. Für Zell am See soll dies ein deutliches Zeichen in Richtung E-Mobilität sein.

Neben dem Gratisparken für E-Autos werden in Zell am See 2018 drei bis vier Elektro-Ladestellen an öffentlichen Plätzen aufgestellt. umwelt service salzburg unterstützt auch hier mit seinem Expertenteam und fördert die Beratung. Mit dem "Elektro-Ladeinfrastruktur Check" erhält die Stadtgemeinde einen Überblick über technische Lösungsmöglichkeiten, Informationen über Ort und Aufbau einer Ladestation sowie weiterführende Maßnahmenvorschläge einer elektrischen, klimafreundlichen Mobilität. 

Auch das Thema "Car-Sharing" ist für Zell am See vorstellbar. Die gemeinschaftliche Nutzung von Autos ersetzt durchschnittlich acht Autos und schafft Platz für andere Nutzungen des öffentlichen Raumes. "Gleichzeitig wollen wir noch einmal Verkehrskonzepte mit Car-Sharing durchführen", sagt Padourek. Die vertiefende Mobilitätsberatung "Car-Sharing Check" wird von umwelt service Salzburg ebenfalls mit bis zu 20 Stunden zu 50 Prozent gefördert.

Quelle: Salzburg.ORF.at, Gratis Parken für E-Autos in Zell am See