GWS verbindet wirtschaftliche und ökonomische Stärke mit gelebter Inklusion
Die Geschützten Werkstätten Integrative Betriebe Salzburg GmbH (GWS) zeigen, wie ökonomischer Erfolg, ökologische Verantwortung und soziale Werte Hand in Hand gehen. Seit der Gründung im Jahr 1977 verfolgt die GWS ein klares Ziel: Menschen mit Beeinträchtigungen eine sinnvolle Beschäftigung und Ausbildung zu bieten – und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich zu agieren. Heute ist die GWS Salzburg mit rund 540 Mitarbeitenden, darunter 37 Lehrlinge, an den drei Standorten in Salzburg, Bruck und St. Margarethen der größte integrative Betrieb Österreichs. 85 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leben mit zumindest einer Beeinträchtigung.
Sehen Sie die bereits umgesetzten Maßnahmen im Film zur GWS - Geschützte Werkstätten Integrative Betriebe Salzburg GmbH
„Wir bewegen uns am Markt wie jedes andere Unternehmen, aber mit einem klaren sozialen Auftrag. Nachhaltigkeit gehört seit jeher zu unserer DNA: Wir wollen einen Mehrwert schaffen – für Menschen, Gesellschaft und Umwelt.“
Astrid Katharina Lamprechter, Geschäftsführerin GWS Integrative Betriebe Salzburg
Energieeffizient in die Zukunft
Ein zentraler Schritt auf dem Weg zu noch mehr Nachhaltigkeit war in den vergangenen Jahren die konsequente Senkung des Energieverbrauches und die Umstellung auf fossilfreie Energiesysteme:
- erneuerbare Wärmeversorgung: An allen Standorten wurden Systeme mit fossilen Energieträgern ersetzt – in Bruck durch Fernwärme aus Biomasse, in St. Margarethen durch eine Pelletsheizung und in Salzburg durch eine Hackschnitzelanlage mit 720 kWh Leistung.
- Ausbau der Photovoltaik: Der Gesamtumfang der PV-Anlagen aller Standorte beträgt inzwischen 370 kWp. Dabei ist der Eigenbedarf hoch – rund 80 Prozent des erzeugten Stroms werden direkt im Unternehmen genutzt.
- Umstellung auf LED: Die Beleuchtung wurde in allen Standorten erneuert (in Salzburg ausgenommen der Bürobereich). Das spart jährlich rund 100.000 kWh Strom und verbessert die Qualität am Arbeitsplatz durch optimale Lichtverhältnisse.
- Energiemanagement: Ein internes Umweltmanagementsystem steuert und überwacht den Energieverbrauch – Einsparpotenziale werden dadurch sichtbar und können gezielt genutzt werden.
„Unsere PV-Anlagen machen uns unabhängiger, geben Planungssicherheit und leisten einen Beitrag zum Klimaschutz. Den produzierten Sonnenstrom nutzen wir zu rund 80 Prozent im Unternehmen.“
Markus Lametschwandtner, Geschäftsführer GWS Integrative Betriebe Salzburg
E-Mobilität mit großer Wirkung
Auch in der Mobilität zeigt die GWS, dass Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen. Bereits 44 Prozent des Fuhrparks – insgesamt 17 Fahrzeuge – sind elektrisch unterwegs und legen jährlich rund 300.000 Kilometer emissionsfrei zurück. Dadurch werden etwa 35 Tonnen CO2 eingespart. Für die Mitarbeitenden stehen 20 Ladestationen sowie E-Bikes für Fahrten im Stadtgebiet von Salzburg zur Verfügung. Das reduziert den CO2-Ausstoß und unterstützt die betriebliche Gesundheitsförderung. Alle 37 Lehrlinge erhalten außerdem ein Jobticket für den öffentlichen Verkehr – ein Beitrag zu bewusster und nachhaltiger Mobilität.
„Wir drehen in Sachen Nachhaltigkeit seit Jahren an den richtigen Stellschrauben – entscheidender Erfolgsfaktor dafür ist das Wissen um betriebseigene Kennzahlen in den verschiedenen Bereichen.“
Astrid Katharina Lamprechter, Geschäftsführerin GWS Integrative Betriebe Salzburg GmbH
Vielfalt als Stärke
Nachhaltigkeit bedeutet für die GWS auch, Verantwortung für Menschen zu übernehmen. Das Unternehmen bietet rund 120 verschiedene Arbeitszeitmodelle, die auf individuelle Lebenssituationen abgestimmt sind – etwas aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund familiärer Betreuungspflichten. Diese Flexibilität stärkt Zufriedenheit und Motivation und schafft Win-win-Situationen für alle Beteiligten. Weiterbildung hat ebenfalls einen hohen Stellenwert: Jährlich finden Schulungen zu Energie, Gesundheit und Nachhaltigkeit statt. Besonders beliebt sind Angebote, die von Mitarbeitenden selbst gestaltet werden – etwa Koch- und Nähkurse oder Bewegungseinheiten.
„Wir geben Menschen mit Beeinträchtigungen durch Ausbildung und langfristige Beschäftigung die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben. Dabei denken wir Nachhaltigkeit umfassend – vom bewussten Mobilitätsverhalten über gesunde Ernährung bis hin zu einem achtsamen Umgang mit der eigenen Gesundheit.“
Astrid Katharina Lamprechter, Geschäftsführerin GWS Integrative Betriebe Salzburg GmbH
Anerkennung für ganzheitliches Engagement
Mit dem umwelt blatt salzburg2025 in der Kategorie „nachhaltig wirtschaften“ wird das umfassende Engagement der GWS Salzburg gewürdigt. Das Unternehmen beweist, dass nachhaltiges Wirtschaften und soziale Integration gemeinsam einen starken Mehrwert schaffen – für die Menschen, die Umwelt und die Wirtschaft.
„Die Auszeichnung mit dem umwelt blatt salzburg zeigt, dass wir mit unserem Weg richtig liegen. Sie ist Anerkennung für die vielen Maßnahmen, das Engagement unter den Mitarbeitenden, wie wir mit Umwelt, Menschen und Natur umgehen.“
Markus Lametschwandtner, Geschäftsführer GWS Integrative Betriebe Salzburg GmbH„Aus der Erfahrung kann man sagen: Es zahlt sich aus, sich Unternehmen anzuschauen, die man als Vorbild erkennt. Außerdem lohnt es sich, sich professionelle Beratung zu holen – zum Beispiel beim umwelt service salzburg.“
Astrid Katharina Lamprechter, Geschäftsführerin GWS Integrative Betriebe Salzburg GmbH
Die GWS Integrative Betriebe Salzburg GmbH wurde begleitend beraten von Jasmin Ebner, Nicolas Heidrich, Erwin Bernsteiner, Matthias Linhart, Markus Schuster und Thomas Huber aus dem Beraterpool von umwelt service salzburg.








