Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten braucht es Mut und die Gabe, den Blick nach vorne zu richten. Vier Salzburger Unternehmen beweisen heuer mit der Auszeichnung des umwelt blatt salzburg 2025, dass genau darin eine große Chance liegt.
„Wer seine Energiezahlen kennt, Abläufe optimiert und Ressourcen gezielt einsetzt, senkt laufende Kosten, macht den Betrieb unabhängiger von Preissteigerungen, resilient gegenüber regulatorischen Herausforderungen und bereitet ihn auf Marktchancen vor. So verschafft man sich genau jenen Vorsprung, der in herausfordernden Marktphasen entscheidend ist und sogar Spielraum für Fortschritt ermöglicht", so Alexander Rehbogen vom umwelt service salzburg.
Die dieses Jahr ausgezeichneten Unternehmen zeigen vor allem, welch massives Kosteneinsparpotenzial im Energiebereich besteht. Transparente Energiedaten, aktives Energiemanagement, intelligenter Einsatz von Eigenproduktion und Speicher in Kombination mit Elektromobilität werden für die zukunftsgerichteten Preisträger zum Standard. Die damit generierten, wirtschaftlichen Vorteile werden vor dem Hintergrund des nun kommenden Elektrizitätswirtschaftsgesetzes (ElWG) nochmal deutlich relevanter. „Ein Billigstromgesetz wird das ElWG primär für jene, die vorbereitet sind - und die diesjährigen Preisträger sind hier beispielhaft", weiß umwelt service salzburg Berater Thomas Huber. Ein cleverer Umgang mit Energie ist dabei nur einer der Aspekte, der die umwelt blatt salzburg2025 - Preisträger auszeichnet.
Aus ganz verschiedenen Zugängen eint die vier Preisträger vor allem eines: ein zukunftsgerichtetes, hochwertiges und integriertes Management, das alle wesentlichen Einflussfaktoren und Potenziale strukturiert im Blick hat. Die diesjährigen Preisträger des umwelt blatt salzburg2025 zeigen eindrucksvoll, wie unterschiedlich dieser Weg aussehen kann, und geben vielfältig Beispiele zur Nachahmung – im Kleinen wie im Großen:
GWS Integrative Betriebe Salzburg beweisen, dass sich genaues Hinsehen und nachhaltiges Management auch langfristig lohnt. Sie sind der erste Betrieb in Salzburg, der nach 2018 bereits das zweite Mal ausgezeichnet wird – mit den höchsten individuellen Einsparungen aller vom umwelt service salzburg beratenen Betriebe der letzten fünf Jahre. Insgesamt sieben Berater:innen haben die GWS in den unterschiedlichen Potenzialbereichen dabei unterstützt, die besten Maßnahmen zu identifizieren: von der Energie über die Mobilität, von der Ressourceneffizienz und den Reststoffen bis hin zur hauseigenen Kantine. Und die GWS geht mutig weiter. Aktuell arbeitet man bereits aktiv an Maßnahmen, um sich auf das kommende ElWG vorzubereiten, und setzt erfolgreiche erste Schritte in der Kreislaufwirtschaft, indem beispielsweise alte Stiegl-Schirme zu neuen Sporttaschen verarbeitet werden.
Schmidhuber Raum GmbH zeigt, wie viel Kraft in neuen Organisationsstrukturen und einer modernen Mitarbeiter:innenführung steckt. Durch ein strukturiertes Ideenmanagement und den gezielten Input der Mitarbeitenden wurden im mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichneten Betrieb zahlreiche Einsparungen erzielt – von optimierten Abläufen und nachhaltiger Energienutzung bis zu maximaler Effizienz beim Materialeinsatz. Die gestärkte Innovationskraft wirkt gerade in anspruchsvollen Zeiten positiv auf das Kerngeschäft.
Das Haus der Natur wiederum verbindet Bewusstseinsbildung mit konsequentem Energiemanagement. Das Museum für Natur und Technik setzt auf ein integriertes Energiemanagementsystem, ergänzt durch zahlreiche technische und organisatorische Einsparmaßnahmen sowie Sensibilisierung bei Mitarbeiter:innen und Besucher:innen. Als Teil einer regionalen Energiegemeinschaft deckt das Haus der Natur zudem einen Großteil seines Strombedarfs nicht nur aus erneuerbaren Quellen, sondern nutzt bereits heute die Möglichkeiten des kommenden Elektrizitätswirtschaftsgesetzes: Netzgebühren werden gespart und Stromspitzen reduziert.
Die Landschaftsgärtnerei Tautermann zeigt, wie man ohne erstes Vorwissen einen soliden Grundstein legt: Vom ersten Schritt an wurde langfristig gedacht und mutig investiert. Durch eine umfassende Sanierung und eine klare Vision konnten erhebliche Einsparpotenziale entdeckt und gehoben werden: Vom Austausch des Heizungssystems über die Dämmung bis zur fast vollständigen Eigenversorgung mit erneuerbarem Strom inklusive e-Ladestelle.
Alle vier Betriebe zeigen: Nachhaltigkeit ist kein zusätzlicher Aufwand, sondern eine Chance, Zukunft aktiv zu gestalten.
Wollen Sie mehr von den eindrucksvollen Unternehmen erfahren? Die Preisträger haben in eigenen Videos ihre umgesetzten Maßnahmen nochmal genauer erklärt:
Haus der Natur - Museum für Technik und Natur
Geschützte Werkstätten - Integrative Betriebe Salzburg GmbH (GWS)










