14.08.18

... betriebliche MitarbeiterInnen-Mobilität. Jedes Unternehmen kann Maßnahmen umsetzen und (s)einen wertvollen Beitrag leisten.

"Als ersten Schritt Verkehr vermeiden, als zweiten verlagern und erst dann verbessern. Ich bin überzeugt, dass dieser - schon etwas in die Jahre gekommene - Leitspruch immer noch gültig ist." 

Markus Schuster, unabhängiger Mobilitäts-Berater von umwelt service salzburg und Mitarbeiter der Herry Consult GmbH in Wien, ist überzeugt, dass jedes Unternehmen in Österreich – egal ob KMU oder Großunternehmen - Mobilitätsmaßnahmen umsetzen und damit einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen kann. Welche das sind und wie das geht, erklärt er in einem spannenden Interview.

Was können Unternehmen im Bereich (MitarbeiterInnen)-Mobilität unternehmen, um klima-, umwelt- und betriebsfreundlich zu agieren?
Die erste, wichtige Mobilitätsmaßnahme beginnt schon mit der Standortwahl des Unternehmens – eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist dabei wesentlich. Eine sichtbare Wegweisung zum Unternehmen, genügend überdachte, diebstahlgeschützte Radabstellanlangen und ein gut durchdachtes Parkplatzmanagement inkl. Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge tragen ebenfalls dazu bei. 

Gibt es momentan attraktive Förderungen für Unternehmen?
Seit 1. August 2018 werden von klimaaktiv mobil ausschließlich EU-kofinanzierbare Mobilitätsmaßnahmen oder reine E-Mobilitätsprojekte, die einen Beitrag zur Umsetzung des „Aktionspakets zur Förderung der E-Mobilität mit erneuerbarer Energie in Österreich“leisten, gefördert (E-(Transport)Räder, E-Pkw, E-Ladestationen, usw.)

Ist E-Mobilität die Chance für eine Verkehrswende?
Mit dem stetig wachsenden Fahrzeugangebot, den größeren Fahrtweiten und dem wachsenden Angebot an Lademöglichkeiten ist die E-Mobilität mittlerweile eine gute Alternative – dienstlich und privat. Generell wäre es aber aus meiner Sicht zu wenig, die E-Mobilität „eins-zu-eins“ gegen fossile Brennstoffe auszutauschen – ein grundlegendes Umdenken in der Mobilität muss stattfinden: zuerst Verkehr vermeiden, dann verlagern und dann erst verbessern.

Sie als Experte beraten Betriebe in Auftrag von umwelt service salzburg in Mobilitätsfragen – wie läuft so eine Beratung ab?
Nach Anmeldung, Kontaktaufnahme und Terminvereinbarung bin ich vor Ort des Unternehmens, um Ausgangslage, mögliche „Problemsituationen“ und bereits geplante Maßnahmen zu begutachten. Danach wird der weitere Beratungsprozess besprochen und eine Detailanalyse verfasst. Ein umfassender Abschlussbericht bildet den Abschluss. Übrigens: umwelt service salzburg fördert Mobilitätsberatungen mit bis zu 40 Stunden á 85 Euro zu 50 Prozent!

Kontaktdaten
DI Markus Schuster
Herry Consult GmbH
Argentinierstraße 21 / 1040 Wien
T  +43 (0)1 504 12 58
M office@herry.at 
W www.herry.at