05.09.18

"live im Betrieb" bei der größten geförderten Anlage Salzburgs.

Immer mehr Salzburger Unternehmen setzen in puncto Energieversorgung auf die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in Strom. Der Koppler Produktionsbetrieb GS Altotec öffnete für Salzburger Unternehmen gemeinsam mit umwelt service salzburg die Pforten. „live im Betrieb“ wurden am 5. September bei der größten geförderten Photovoltaikanlage Salzburgs zahlreiche Fragen mit Experten rund um den betrieblichen Sonnenstrom erörtert.

Wesentliche Bestandteile des Energiekonzeptes der GS Altotec GmbH aus Koppl sind, neben einer optimierten Abwärmenutzung, Effizienzsteigerung bei Hochöfen und Druckluftversorgung, die möglichst hohe Abdeckung des Jahresstrombedarfs durch eine betriebseigene Photovoltaikanlage. Mit einer 500 kWpeak- Photovoltaikanlage machte der Flachgauer Spezialist für Aluminiumsysteme Mitte des Jahres 2017 einen großen Schritt in Richtung erneuerbare Energieträger. Eine Fläche von knapp 4.000 m2 - und damit dreiviertel des Betriebsdaches - sind nun mit optimal ausgerichteten Sonnenpaneelen bedeckt.

Einsparungen von 50.000,- Euro jährlich

Die Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von 500 kWpeak war für den Salzburger Familienbetrieb eine große Anschaffung, die jedoch jährlich rund 50.000,- Euro an Stromkosten einspart. „Die Wirtschaftlichkeit des Betriebes geht sehr häufig Hand in Hand mit der Umsetzung der energieeffizienten Maßnahme“, ist Johann Itzlinger, Geschäftsführer GS Altotec GmbH, von der nachhaltigen Investition überzeugt. Damit motivierte Itzlinger auch die anwesenden Salzburger Unternehmer, die sich von der Betriebsführung durch die Produktionshalle beeindruckt zeigten.

„Mit einer Eigenverbrauchsquote von 85% kann nun ein Viertel des Strombedarfs der Aluminiumverarbeitung alleine durch die Sonne abgedeckt werden“, erklärte Energieberater Jürgen Rauter-Daghofer beim Betriebsrundgang. Experten diskutierten und erörterten zahlreiche Fragen von der Speicherung über Ausrichtung und Genehmigung bis hin zu Förderungen. „umwelt service salzburg bietet Unternehmen nicht nur geförderte Beratungen. Es ist uns ein Anliegen, neutral zu Energie- und Umwelttechnologien zu informieren und Salzburger Betriebe nachhaltig zu begleiten“, freut sich Sabine Wolfsgruber, Geschäftsführerin von umwelt service salzburg über die angeregte Diskussion.

Finanzielle Unterstützung fürs eigene Kraftwerk

Photovoltaik, eine inzwischen bewährte Technik mit Zukunft, wird als wichtiger Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele vom Land Salzburg gefördert - so auch das Sonnenkraftwerk des Aluminiumverarbeiters auf der Produktionshalle in Koppl. „Bisher konnten 300 Photovoltaikanlagen mit rund 3.300 kWp gefördert werden“, fasste Christina Bauer, Geschäftsführerin des Salzburger Wachstumsfonds, zusammen. Des Weiteren kündigte Bauer die Verlängerung der hohen betrieblichen Photovoltaik und Speicher-Förderung bis voraussichtlich Ende 2019 an. umwelt service salzburg fördert die passende Beratung dazu.

Optimaler Zeitpunkt für Sonnenstrom

Einen Photovoltaikboom im Gewerbe konnte auch Cornelia DANIEL, Expertin von Tausendundein Dach, bestätigen. Den Grund dafür sieht Daniel in den derzeit fast halbierten Anlagenkosten sowie einen klaren Preistrend nach oben auf den europäischen Strompreismärkten. Das eröffnet für PV-Anlagenbetreiber neue Möglichkeiten. Wolfram Summerer, Koordinator der Klima- und Energiestrategie SALZBURG 2050, unterstrich die Wichtigkeit der Photovoltaik zur Erreichung der Klima- und Energiestrategie des Landes Salzburg. Dass die Errichtung einer Photovoltaikanlage nicht nur einen ökonomischen und ökologischen Mehrwert für die Unternehmen bringt, sondern auch darüber hinaus positive Effekte auslöst, war der allgemeine Grundtenor in der Diskussionsrunde. Itzlinger merkte an, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GS Altotec GmbH die Umweltaktivitäten sehr positiv aufnehmen und dadurch auch das Unternehmen als attraktiver Arbeitnehmer wahrgenommen werde.

Einigkeit herrschte bei der Erkenntnis: Umweltmaßnahmen „live im Betrieb“ erleben zu können, motiviert - auch bei der Photovoltaik.

Photovoltaik 2.0 - PV im Gewerbe, Cornelia DANIEL, Dachgold (PDF, 5825kB)