11.10.18

Dienstfahrten werden „GRÜN“ und Ladestationen wurden an allen Standorten installiert

Die Salzburger Landeskliniken setzen ab sofort bei der Mobilität zwischen ihren fünf Standorten auf Elektrofahrzeuge. Statt mit dem Privat-PKW oder einem Mietauto können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SALK für Dienstfahrten fünf vollelektrische Hyundai IONIQ nutzen. Die SALK leisten damit einen aktiven Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen als Partner des Landes im Rahmen der „Klima- und Energiestrategie SALZBURG 2050“.

Einfach und umweltschonend

Die Salzburger Landeskliniken gehen neue Wege in der Mitarbeitermobilität. In einer Beratungsförderung des „umwelt service salzburg“ wurde gemeinsam mit dem Partner Kalomiris Consulting in den vergangenen Monaten ein System entwickelt, welches einfache und umweltschonende Mobilität zwischen den Standorten der SALK ermöglicht. SALK Geschäftsführer Priv.-Doz. Dr. Paul Sungler betont: „Die Salzburger Landeskliniken haben als größtes Unternehmen des Landes eine enorme Verantwortung gegenüber den Menschen und der Umwelt. Ich habe den Klimaschutz von Anfang an zur Chefsache erklärt. Die standortübergreifende Mobilität der MitarbeiterInnen unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten – die SALK- interne E-Mobilität – war eine große Herausforderung bei fünf Klinik-Standorten im Bundesland. Auf den neuen Elektrofahrzeugen zeigen wir aber auch visuell, durch ein eigenes Logo, dass die SALK zum Klimaschutz stehen. Die Nutzung der Elektrofahrzeuge soll für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so attraktiv und einfach wie möglich sein. Daher kommt eine E-Carsharing-Plattform zum Einsatz, die auch das Fahren in Fahrgemeinschaften fördert. Zusätzlich wurden auch Ladestationen für Elektro- und Hybridfahrzeugen auf allen Standorte eingerichtet.“

Energiewende der SALK

Schon in den letzten Jahren wurden viele Aktivitäten und Projekte gesetzt, die den Energieverbrauch stark reduziert haben. Gesundheits- und Spitalsreferent LH-Stv. Dr. Christian Stöckl unterstützt seit Beginn der SALK-Energiewende die Projekte der SALK: „Spitzenmedizin benötigt eine Vielzahl medizinischer Geräte und Anlagen für Diagnose und Therapie. Einen sehr hohen Bedarf an Energie benötigen beispielsweise Großgeräte wie die Magnetresonanz- und Computertomographen. Ebenso fließt viel Energie in die Beleuchtung, Datenverarbeitung und Gebäudeinstallationstechnik. Mit dem Energieverbrauch der Salzburger Landeskliniken im Bundesland könnten etwa 11.000 Einfamilienhäuser mit Strom versorgt werden. Damit die Salzburger Landeskliniken Spitzenmedizin bieten können, ist eine stetige technische Weiterentwicklung aller Kliniken notwendig. Die Dringlichkeit für Neubauten, aber auch für Sanierungen im Bestand wurde erkannt und so werden in den nächsten Jahren rund 250 Millionen Euro für Bauprojekte investiert. Insgesamt kann also zu Recht festgestellt werden, dass die Salzburger Landeskliniken trotz einer anspruchsvollen fortschreitenden Technisierung einen sehr erfolgreichen Weg zur Energiewende beschreiten. Und weniger Energieverbrauch bedeutet auch weniger Energiekosten, die die öffentliche Hand tragen muss.“

Masterplan Klima und Energie 2050

LH-Stv. und Energie-Referent Dr. Heinrich Schellhorn erklärt: „Das Land Salzburg soll bis zum Jahr 2050 ein klimaneutrales und energieautonomes Bundesland sein. Um diese Ziele zu erreichen, brauchen wir starke Partner, die eine große Vorbild- und Multiplikator-Wirkung für Klimaschutz und Energieeffizienz haben. Mit den Landeskliniken haben wir einen verlässlichen 2050-Partner. Der Energieverbrauch der SALK wurde massiv gesenkt und mittels Geothermie, Photovoltaik, Kleinwasserkraft und Abwärme-Nutzung wird erneuerbare Energie erzeugt und auch gleich an Ort und Stelle genutzt. Das sind Projekte, die uns Schritt für Schritt näher an die Erreichung der Klima- und Energieziele des Landes bringen. Mit ihrem Umstieg auf umweltschonende E-Mobilität leisten die Landeskliniken nun zusätzlich einen wertvollen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen." 

Häufige Dienstfahrten werden nun GRÜN

Der Leiter des SALK-Energiemanagements Ing. Martin Weber betont: „Die Salzburger Landeskliniken haben besondere Bedürfnisse, da unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter häufig Dienstfahrten zwischen ihren fünf Standorten – Landeskrankenhaus und Christian-Doppler-Klinik in der Stadt Salzburg sowie den Landeskliniken Hallein, St. Veit und Tamsweg – tätigen müssen. Wir wollten ein einfaches und effizientes System etablieren, das diese Dienstfahrten effizienter und umweltfreundlicher macht.“ 

Einfache Nutzung dank E-Carsharing-Plattform

„Die Fahrzeuge können online mit Angabe der ungefähren Reisedistanz reserviert werden. Das Auto selbst wird einfach mittels Mitarbeiterausweis entsperrt. Das System berechnet bei der Buchung zudem die notwendige Ladezeit vor der geplanten Dienstreise, sodass bei Fahrtantritt auch ausreichend Akkuleistung zur Verfügung steht“, fasst Philip Pascal Kalomiris, M.A. von Kalomiris Consulting zusammen. Zudem regt die E-Carsharing-Plattform an, Fahrgemeinschaften zu bilden. War es bisher schwer zu koordinieren, wenn mehrere Mitarbeiter der SALK zu einer ähnlichen Zeit zum selben Standort mussten, so ist dank der E-Carsharing-Plattform auf einen Blick zu sehen, wenn jemand denselben Dienstweg geplant hat und sich die Bildung einer Fahrgemeinschaft anbietet.

Lademöglichkeiten für Besucher und Patienten, aber auch für Mitarbeiter

Neben den für die Elektrofahrzeuge der SALK bereitgestellten Ladeplätzen wurden im Zuge des Projektes SALK E-Mobility an den Standorten LKH und Christian-Doppler-Klinik zusätzlich Ladestationen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit privaten Elektro- und Hybridfahrzeugen errichtet sowie öffentliche Ladepunkte an den Standorten Landeskrankenhaus und Christian-Doppler-Klinik und den Landeskliniken Hallein und St. Veit. Bei entsprechendem Bedarf und Akzeptanz können noch weitere Ladepunkte in das System eingebunden werden.

Beitrag als starker Partner der Klima- und Energiestrategie SALZBURG 2050

Durch die Umsetzung der Maßnahmen zur Einführung der neuen betrieblichen Mobilitätsform reduzieren die SALK weiterhin den Ausstoß von Treibhausgasen. So wird mit einer jährlichen Reduktion von über 23 Tonnen Kohlenstoffdioxid, 65 Kilogramm Stickstoffoxid und 72 Megawattstunden Energie gerechnet.

Zum Bild: v.l.n.r. SALK-Energiemanagement Ing. Martin Weber, umwelt service salzburg Geschäftsführerin Mag. Sabine Wolfsgruber, SALK Geschäftsführer Priv.-Doz. Dr. Paul Sungler, Gesundheits- und Spitalsreferent LH-Stv. Dr. Christian Stöckl, LH-Stv. und Energie-Referent Dr. Heinrich Schellhorn, Philip Pascal Kalomiris, M.A. von Kalomiris Consulting und Dipl.-Ing. Christoph Riezinger, SALK Managementbereich Technik und Bau.