Günstiger Strom durch Eigenproduktion und Speicher
In Teil 2 ging es um flexible Tarife und neue Netzgebühren. Eng damit verbunden sind die Fragen: Wie nutze ich meine eigene Stromproduktion optimal – und wann lohnt sich ein Batteriespeicher?
PV-Anlagen: wirtschaftlich – wenn der Eigenverbrauch stimmt
Viele Salzburger Unternehmen betreiben bereits Photovoltaik-Anlagen. Mit Gestehungskosten ab rund 5-6 Cent pro kWh ist selbst erzeugter Strom sehr günstig. Die Herausforderung: Häufig werden nur rund 30 % des erzeugten Stroms selbst verbraucht, der Rest wird ins Netz eingespeist – zu vergleichsweise niedrigen Vergütungen. Wirtschaftlich sinnvoll sind Eigenverbrauchsquoten von 60–70 %. Darauf zu achten, wird im Kontext des neuen Gesetzes noch relevanter.
Was ändert sich rechtlich?
Das Günstiger-Strom-Gesetz bringt mit Einspeisekappung, einem Versorgungsinfrastrukturbeitrag von 0,05 Cent je eingespeister kWh und erhöhten Netzanschlussentgelten neue Rahmenbedingungen für die Eigenproduktion. Auf der anderen Seite werden Stromspeicher forciert, indem bei netzdienlichem Betrieb das bezugsseitige Netznutzungsentgelt entfällt. „Für Salzburger Unternehmen bleiben PV-Anlagen trotz neuer Vorgaben wirtschaftlich attraktiv. Entscheidend ist jedoch mehr denn je, den selbst erzeugten Strom so weit wie möglich im eigenen Betrieb zu nutzen. Wer Lasten intelligent steuert und auf Batteriespeicher setzt, sichert sich klare Kostenvorteile und mehr Unabhängigkeit vom Markt.“, betont Alexander Rehbogen, Geschäftsführer des umwelt service salzburg.
Warum Speicher immer wichtiger werden
Batteriespeicher ermöglichen nicht nur die Erhöhung des Eigenverbrauchs, sondern auch die Reduktion von Lastspitzen. Der damit verbundene positive Effekt der Netzentlastung wird durch die Regelungen des Günstiger-Strom-Gesetzes finanziell belohnt. Und Batteriespeicher bieten noch eine weitere Chance: Flexible Tarife und die neuen Optionen der gemeinsamen Energienutzung (mehr dazu im nächsten ElWG Wissen) lassen sich aktiv nutzen. Ein Speicher kann daher sogar ohne eigene PV-Anlage wirtschaftlich sinnvoll sein.
Die Herausforderung liegt in der gesamthaften Optimierung. Um die optimale Größe einer PV-Anlage und eines Speichers zu identifizieren, sind sowohl die Verbrauchsstrukturen des Unternehmens als auch die Preisoptionen am Markt und die Möglichkeiten der gemeinsamen Energienutzung einzubeziehen. „Mit unserem Beratungsmodul "Lastmanagement und Speicher" werden Unternehmen mit 50% Förderung zur individuellen Lösung geführt“ verrät Alexander Rehbogen.





